Orgelmusik

Anlässlich der vollendeten Renovierung unserer Beckerath-Orgel wurden 2005 die „Othmarscher Orgeltage“ von Rainer Lanz ins Leben gerufen. Ein kirchenmusikalisches Ereignis, das nachhaltigen Anklang fand und sich heute einen festen Platz im Leben der Gemeinde und in der Hamburger Orgelszene erobert hat. Den Auftakt der regelmäßig im Februar stattfindenden Konzertreihe bildet ein Gottesdienst. Der abschließenden Höhepunkt der Festwoche ist „Die lange Nacht der Orgel" – ein Konzertabend, bei dem namhafte Organisten Programme mit musikalisch Exquisitem bieten. Den Ausklang der "Langen Nacht" bildet traditionell die Improvisation zu einem Stummfilmklasiker. Einfach ein Muss!

Nähere Informationen: www.othmarscher-orgeltage.de


In dieser Reihe findet große Orgelmusik ihren Platz im Gottesdienst.

Nachdem zwischen 2002 und 2006 unter dem Titel "Das Kirchenjahr mit Orgelwerken von J.S. Bach" die meisten großen Orgelwerke des Thomaskantors erklungen waren, wurde die Reihe ‚Orgel●Punkt’ eingeführt, um das Repertoire für weitere Epochen, Genres und Komponisten zu öffnen.

Vier- bis sechsmal im Jahr ist nun ein breit gefächertes Programm an Musik und auf das gottesdienstliche Leben abgestimmter Themen zu erleben.

Bisherige ‚Orgel●Punkte’:

  • "Vater unser im Himmelreich" - Kompositionen von Scheidt, Bach, Mendelssohn und Kluge
  • "Die Heilige Dreienigkeit" - Werke von Weckmann, Bach und Messiaen
  • "An Wasserflüssen Babylon" von J. A. Reincken


 

Seit jeher ist die Orgelmusik eine der zentralen, tragenden Säulen im musikalischen Leben unserer Gemeinde. Mit der Beckerath-Orgel von 1936 steht der Christuskirche Othmarschen ein bedeutsames Instrument mit orgelbaulich namhafter Tradition zur Verfügung.

Es waren Fritz Heitmann und Günther Ramin, zwei Koryphäen der Orgelbauer-Zunft, des frühen 20. Jahrhunderts, die das Talent des jungen Orgelbauers Rudolf v. Beckerath erkannten und sein Voranschreiten mit Nachdruck förderten. Dank seiner Begabung und namhaften Mentoren war dieser, erst 29-jährig, bereits als freiberuflicher Sachberater für Orgelbau in Hamburg tätig. In dieser Funktion entwarf er 1936 das Instrument der Christuskirche Othmarschen. Finanziert und gestiftet von der Hamburger Unternehmerfamilie Reemtsma konnte das Instrument schließlich unter Beckeraths Leitung von der Firma Sauer aus Frankfurt/Oder gebaut werden.

Der klangliche Vergleich mit Orgeln, die nach Gründung seiner eigenen Firma 1949 entstanden (z.B in der Musikhalle/Laeiszhalle Hamburg, St. Petri Hamburg, Johanniskirche Düsseldorf), zeigt deutlich, dass das Instrument in der Christuskirche bereits die typische Klang-Charakteristik seines Erbauers aufweist.

Mit Recht können wir unser Instrument also als ‚erste Beckerath-Orgel' bezeichnen. Das Instrument ist in geradezu mustergültiger Weise dem Neobarock verpflichtet und beeindruckt trotz recht kleiner Disposition durch ihre klangliche Schönheit und nuancenreiche Vielfalt – der geschickten Verteilung und hervorragender Intonation der Stimmen sei dank.

Eine umfangreiche Überholung im Jahr 2004 ließ das Klangbild bewusst unberührt; so hören wir mit dieser Orgel noch heute ein authentisches und bedeutsames Zeugnis der Orgelbaugeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.


Die Dispsoition:

Hauptwerk (II)
Quintadena 16’
Prinzipal 8’
Spitzflöte 8’
Oktave 4’
Oktave 2’
Mixtur 5f
Trompete 8’
Oberwerk (III)
Rohrflöte 8’
Gemshorn 4’

Blockflöte 2’
Nasat 2 2/3’
Terz 1 3/5’

Zimbel 3f
Dulzian 16’
Bärpfeife 8’

Tremulant

Rückpositiv (I)
Gedackt 8’
Rohrflöte 4’
Ital. Prinzipal 2’
Quinte 1 1/3’
Sesquialtera 2f
Scharff 4f
Krummhorn 8’
Tremulant
Pedal
Subbaß 16’
Prinzipal 8’
Oktave 4’
Nachthorn 2’
Rauschpfeife 2f
Mixtur 4f
Zink 4’
Posaune 16

Zimbelstern

Koppeln als Zug und Tritt: HW/Ped, OW/Ped, RP/Ped, OW/HW, RP/HW

Mechanische Spieltraktur, elektrische Registertraktur

Setzeranlage mit 4000 Kombinationen