Joh. Sebastian Bach: Orgelbüchlein Musik und Wort im Dialog

Rainer Lanz an der Beckerath Orgel der Christuskirche
Fritz Lichtenhahn, Sprecher

Die Doppel-CD aus der Christuskirche erhalten Sie im Kirchenbüro oder über unser Kontakt-Formular.

cd_cover_150x150

 

In der Vorrede zu Albert Schweitzers 1908 erschienenem Bach-Buch beschreibt Charles Marie Widor, 15 Jahre zuvor Schweitzers Lehrer, wie er den Schüler bat, ihm die musikalische Sprache der Bachschen Choralbearbeitungen nahe zu bringen. Im Gegensatz zu den freien Werken empfand Widor diese zunächst als fremd und unzugänglich. Schweitzer übersetzte seinem Lehrer die Liedtexte, knüpfte Verbindungen zu Bachs Motivik und Tonsymbolik und eröffnete ihm so den Zugang.

Bachs Orgelbüchlein ist nicht nur die wohl bekannteste Sammlung von Choralbearbeitungen der gesamten Orgelliteratur - sie vermag darüber hinaus ein Organistenleben lang zu faszinieren. Spieltechnisch eher leichte Stücke (‚Ich ruf zu dir', ‚Jesu, meine Freude') machen schon den Anfänger am Instrument mit der Sammlung bekannt, deren Stücke mit hohem technischen Raffinement (‚Vom Himmel kam', ‚In dir ist Freude') auch den versierten Spieler fordern. Über allem aber stehen die unvergleichliche Qualität der Musik und der schier unendliche Einfallsreichtum des Komponisten.